Yamas und Niyamas
Ethische Grundprinzipien im klassischen Acht-Glieder-Yoga.
Yamas und Niyamas bilden die ersten beiden der acht Glieder des klassischen Yoga nach Patanjali und beschreiben ethische Grundprinzipien für den Umgang mit sich selbst und der Umwelt.
Yamas: der Umgang mit der Außenwelt
Die fünf Yamas betreffen das Verhalten gegenüber anderen, darunter Ahimsa (Gewaltlosigkeit), Satya (Wahrhaftigkeit) und Asteya (Nicht-Stehlen). Sie gelten als ethische Leitlinien für den Umgang mit der Umwelt.
Niyamas: der Umgang mit sich selbst
Die fünf Niyamas beziehen sich dagegen stärker auf den Umgang mit der eigenen Person, etwa Santosha (Zufriedenheit) oder Saucha (Reinheit/Klarheit) – Prinzipien für die persönliche, innere Praxis.
Bedeutung für die heutige Praxis
Auch außerhalb streng traditioneller Auslegung dienen Yamas und Niyamas vielen Praktizierenden als ethischer Kompass, der über die reine Körperpraxis hinausgeht und Yoga als umfassenderen Lebensansatz versteht.